Strahlungswärme versus Konvektionswärme

Wärmespeicher mit Ausdauer – der Grundofen

Der klassische Kachelofen ist ein Grundofen*. Er wird vom Hafner vor Ort aufgemauert und hat einen Brennraum und Nachheizzüge aus keramischem Material (Schamott-Steine). Der Wärmespeicher gibt die Wärme über den Ofenmantel, verputzt oder mit Kachelkeramik verkleidet, kontinuierlich an den Raum ab. Er kann mehrere Räume beheizen und auch durch die Wand gebaut werden. Dabei wird nicht die Luft erwärmt – sondern alle festen Körper, auf die Strahlungswärme trifft. Nach dem Aufheizen (Dauer circa 1-2 Stunden) gibt der Grundofen seinen Wärmevorrat während eines Zeitraums von bis zu 24 Stunden ab.

Der traditionelle Kachelofen verdankt seinen Namen der Ofenkachel. Diese verleihen dem Grundofen ihre individuelle Optik von traditionell bis modern – und diese haben zusätzlich eine wichtige Funktion zu erfüllen. Sie speichern durch ihre Masse und ihre spezielle Keramikzusammensetzung hervorragend Wärme. Ofenkacheln nehmen Feuchtigkeit auf und geben so dem Raum ein natürliches Klima. Die Fugen zwischen den Kacheln nehmen die Oberflächenspannung auf, die durch Wärmeunterschiede entsteht, und schützen dadurch den Kachelofen vor Rissen.

DIE 4 NATÜRLICHEN BESTANDTEILE DES ORIGINAL-KACHELOFEN
KACHEL / KERAMIK | SCHAMOTTE | DÄMM-MATERIAL | DICHTMATERIAL / PUTZ & FUGENMASSE

*Für den Original-Kachelofen (und auch Kleinkachelöfen) sind neben der Begrifflichkeit „Grundofen“ auch noch Kachelgrundofen, Putzgrundofen oder Putzofen gebräuchlich.

Vergleich – Strahlungswärme versus Konvektionswärme

Das Prinzip der Konvektionswärme trifft auf fast alle Zentralheizungen mit Radiator-Heizkörpern zu. Diese bringen einige Nachteile mit sich, welche bei Kachelöfen, Wand- und Deckenheizungen, durch die Nutzung der Strahlungswärme, nicht vorhanden sind. Der wesentliche Unterschied zwischen Konvektionswärme und Strahlungswärme ist jener, dass Konvektionswärme die gesamte Raumluft erhitzt und die Strahlungswärme nur die im Raum befindlichen Gegenstände und Körper.

Vermutlich fragen sich manche, was genau bei der Konvektionswärme somit die Nachteile sind? Wieso ist es „schlechter“, wenn die gesamte Raumluft erhitzt wird? Grundsätzlich entsteht durch das Erhitzen der gesamten Raumluft ein ganzer Temperaturwirbel. Warme Luft steigt nach oben und kalte nach unten. Durch diesen Temperaturunterschied, trotz hoher Temperatur, haben Personen nicht selten kalte Füße, einen warmen Kopf und negativ beeinflusste Luft. Ebenfalls werden durch die wirbelnde Luft verschiedenste Schwebstoffe, wie Hausstaub, aufgewirbelt. Speziell für Allergiker und Allergikerinnen kann dies sehr unangenehm werden.

Jetzt stellt sich die Frage, wie es zu diesen Nachteilen bei der Strahlungswärme nicht kommen kann? Die Temperatur wird durch elektromagnetische Wellen von der Quelle zum Festkörper übertragen, somit werden nur die im Raum befindlichen Gegenstände und Körper erwärmt. Die Raumluft wird gleichmäßig von diesen Körpern erhitzt, jedoch gering, wodurch die Luftfeuchtigkeit nicht negativ beeinflusst wird. Strahlungswärme erweckt ein zusätzlich wohliges Gefühl, da es der wärmenden Wirkung der Sonne ähnelt. Ein weiterer Vorteil der Strahlungswärme ist das Energiesparen. Durch das zielgerichtete Wärmen kann die Raumlufttemperatur um bis zu 3 Grad gesenkt werden, weshalb auch der Energieverbrauch sowie die Kosten geringer sind.

Gesundheitliche Vorteile

Mediziner und Baubiologen sind seit langem der gleichen Meinung, dass Keramikkachelöfen die Gesundheit und das Wohlbefinden eines Menschen auf ideale Weise fördern.

Vorteile eines Original-Kachelofens:

  • Entlastet die Atemwege
  • Stärkt das Immunsystem
  • Löst Muskelspannungen
  • Fördert den Selbstheilungsprozess der Haut
  • Fördert die Durchblutung und reduziert hohen Blutdruck
  • Reduziert das Säureniveau und entschlackt den Körper
  • Stimuliert die Zellenumsetzungsfähigkeit – die Haut wirkt frischer und elastischer.

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